Finanzspritze für Griechenland

5,7 Milliarden. Das ist die Summe, welches der internationale Währungsfond (IWF) dem hochverschuldeten EU-Land, zusätzlich zur Verfügung stellt. Der Sofortkredit wird Griechenland aus dem Pool des Gemeinschafts-Hilfsprogramms von EU und IWF zur Verfügung gestellt. Das Volumen dieses Hilfsprogramms beträgt 110 Milliarden Euro.


Die Entscheidung wurde am vergangenen Montag aus Washington bekanntgegeben.
Die finanzielle Unterstützung Griechenlands durch die IWF summiert sich hiermit auf 14,6 Milliarden.


IWF lobt Griechenland

John Lipsky, stellvertretender IWF-Direktor lobte indes die erfolgreiche Umsetzung von zahlreichen Maßnahmen, welche durch die griechische Regierung umgesetzt wurden. Der Haushalt sei inzwischen um einiges solider aufgestellt. Er räumte jedoch gleichzeitig ein, dass das Land bei der Überwindung seiner Schuldenkrise noch einen mühseligen, langen Weg vor sich hat.

Ratingagentur stuft Kreditwürdigkeit runter

Die Ratingagentur „Moodys“ stufte bereits letzte Woche die Kreditwürdigkeit Griechenland gleich drei Stufen runter. Statt einem Ba1 erhielt es nur noch eine B1.
Die Tatsache, dass das angeschlagene EU-Land mit solch einer schlechten Bonität nur noch schwer an neue Kredite herangekommen wäre, zeigt wie dringlich angewiesen es auf diesen
Sofortkredit war.


Irland bittet um Zinssenkung

Währenddessen bereitet sich die neue irische Regierung auf ein Treffen am Mittwoch mit der EZB, der IWF und der EU-Kommission vor. Ein Stab um den Ministerpräsidenten, Enda Kenny möchte über die Zinsen des 85 Milliarden Euro Hilfspakets neu verhandeln. Im Gegenzug wird sich Irland mit Forderungen anderer EU-Länder konfrontiert sehen, sich zum Beispiel mit seinem Steuersystem, ins besondere mit seiner Unternehmensbesteuerung neu zu befassen.

Griechenland hatte in Folge der Finanzkrise ab 2007 eine enorme Haushaltsverschuldung. Verstärkt durch einen undurchsichtigen und schlecht verwalteten Haushalt schlitterte das EU-Mitglied in Eine Schuldenkrise. Diese Krise (und andere Faktoren) bedrohte sogar die europäische Gemeinschaftswährung und machte einige Stabilisierungsmaßnahmen der Europäischen Union notwendig.
Die Eurozone hat mit Griechenland, Irland, Portugal und Spanien vier Mitglieder die sich bereits in einer Haushaltkrise befinden, beziehungsweise es den erwähnten Stabilisierungsmaßnahmen zu verdanken haben, dass dieser Zustand nicht völlig eingetreten ist.