Rendite - zeitgewichtete oder geldgewichtete Rendite

Die sogenannte zeitgewichtete Rendite stellt die geometrische Durchschnittsrendite dar. Sie sagt also aus, wie sich ein angelegtes Kapital innerhalb eines bestimmten Zeitraumes entwickelt. Dabei werden Entnahmen oder Einzahlungen nicht berücksichtigt. Zeitgewichtete Renditen bilden demzufolge nicht ab, ob sich das Geld innerhalb eines Zeitraumes vermehrt oder vermindert hat.

Investiert ein Anleger beispielsweise einen Betrag in Höhe von 1.000 € und verfügt nach einem halben Jahr Ruhezeit über 1.400 €, so hat er eine Rendite von insgesamt 40 % erzielt. Investiert der Anleger nun zusätzlich 1.000 € - womit der Gesamtbetrag innerhalb der Anlage sich auf 2.400 € belaufen würde - die Anlage aber aufgrund einer schlechten Marktentwicklung im folgenden Halbjahr auf 2.000 € sinken würde, betrüge die Rendite für jenes Halbjahr somit -16,67 %.

Um die Höhe der zeitgewichteten Rendite für das ganze Jahr berechnen zu können, werden die Wachstumsfaktoren benötigt. Im beschriebenen Beispiel läge der Wachstumsfaktor im ersten Halbjahr bei 1,4; im zweiten Halbjahr dagegen bei 0,8333. Diese beiden Werte würden multipliziert, woraus sich die Rendite für den Zeitraum eines Jahres ergäben. Sie läge bei 16,67 %. Obwohl der Investor also gar kein Plus geschrieben hat, ist die Höhe der zeitgewichteten Rendite jedoch positiv.